PEYMAN RAHIMI

Prima materia

10.2.-24.2.2012

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Prima materia ist ein metaphysischer Begriff, der ursprünglich aus Aristoteles Werk „Metaphysika“ stammt. Materie ohne Form nannte er “prima materia“, oder erste Materie, die selbst nichts war oder darstellte.
Der im Iran geborene und in Frankfurt lebende Künstler Peyman Rahimi generiert die Materie für seine Werke gezielt aus beeindruckenden Geschichten, Erzählungen, Druckwerken und anderen Quellen, die mit Orten oder Objekten von besonderen übersinnlichen oder okkulten Phänomenen in Zusammenhang gebracht werden. Seine Faszination für die Alchemie, das Verlangen der Menschen ein Elixier zu kreieren, mit dem man übernatürliche Heilkräfte besitzt oder gar unedle Substanzen in Gold verwandeln kann, inspiriert Rahimi immer wieder aufs Neue.

Peyman Rahimi führt den Betrachter in seinen phantastisch und surreal anmutenden Bildern und Skulpturen in die magischen Welten der Alchemisten. Die Kompositionen mit von ihm aufgespürten Symbolen und bildhaften Fragmenten, führen zu neuen mystischen Stoffgruppierungen, die schon durch den mehrschichtigen Herstellungsprozess nicht berechenbar in ihrer Wirkung sind. Als Folge daraus, rufen sie beim Betrachter die Assoziation zu übersinnlicher Magie hervor.

In seinem Werk wird das Raum-Zeitgefühl und die Frage nach der Grenze von Wirklichkeit und scheinbar neu kreierter Realität, besonders in seinen großformatigen Bildern, durch magische Ornamente und geisterhaften Erscheinungen erzeugt. Rahimi verleiht dem Betrachter einen traumhaften Einblick in den übersinnlichen Transformationsprozess von der realen in eine irreale Welt. Er lädt den Betrachter dazu ein, die Suche nach der Ursubstanz zur Erschaffung des „Opus magnum“ zu forcieren.


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